Immobilienverband IVD Mitte

IVD Preisspiegel Hessen 2019

Auch 2019 keine Trendwende auf dem Hessischen Immobilienmarkt!

Der Trend auf dem Immobilienmarkt in Hessen hat sich in den letzten Jahren kaum verändert – die Preise zeigen immer noch nach oben!

Für Frankfurt gilt nach wie vor: es gibt einfach zu wenig Wohnraum. Haus- und Wohnungspreise in Frankfurt befinden sich auf einem hohen Niveau. Bei den Mietpreisen liegt Frankfurt, bundesweit betrachtet, nach München und Stuttgart an 3. Stelle.

Die Verkaufspreise für Reihen-, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind weiter gestiegen. Gleiches gilt für Wohnungsmieten in sehr guten Lagen, während im bezahlbaren Segment die Mietpreise derzeit eher stagnieren bzw. nur leicht ansteigen.

Eigentumswohnungen und Häuser kosten in der Mainmetropole nun ca. 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und immer noch hohen Nachfrage, zusätzlich angeheizt durch Prognosen hinsichtlich der erwarteten Brexitauswirkungen, kann man davon ausgehen, dass die Preise weiterhin anziehen. Die anhaltende Niedrigzinsphase und dadurch günstige Baukredite unterstützen den permanenten Preisanstieg.

Bauland in den städtischen Ballungsräumen ist Mangelware, zahlreiche neue Vorschriften und langwierige Genehmigungsverfahren bremsen die Neubauplanung. Für die nächsten Jahre bedeutet dies vor allem in den Großstädten weiterhin Schlange stehen bei Wohnungsbesichtigungen. Solange es keine signifikante Steigerungsrate im Wohnungsbau gibt, dürften die Immobilienpreise weiter steigen. 

Der Wohnungsmangel in Deutschland wird daher vermutlich in den nächsten Jahren anhalten. Nach Einschätzung von Politik und Experten müssten jährlich bis zu 400 000 Wohnungen entstehen, um die große Nachfrage zu decken. Die Ist-Zahlen zeigen jedoch ein anderes Bild: Für 2018 rechnet die Bauindustrie mit rund 300 000 fertiggestellten Wohnungen. Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ist die Zahl der genehmigten Wohnungen bundesweit 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 0,2 Prozent gesunken. Eine Trendwende ist daher nicht zu erwarten.

Zu den Immobilienpreisen in Hessen im Einzelnen: 

Die Grundstückspreise liegen für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in Frankfurt in guter Wohnlage bei 800 (750/Vorjahr) Euro pro m², in sehr guter Wohnlage bei 1.200 (1.100/Vorjahr) Euro pro m². Sehr gute Lage im Frankfurter Umland 660 €/m² (630/Vorjahr), Vordertaunus 1.250 €/m² (1.200/Vorjahr), Wiesbaden 1.200 €/m² (1.200/Vorjahr).

Die Preise für freistehende Häuser und Reihenhäuser sind insbesondere in der Stadt aber auch im Umland gestiegen. 

Für ein freistehendes Eigenheim inkl. Garage mit gutem Wohnwert müssen Käufer in Frankfurt durchschnittlich 1 Mio. (950.000/Vorjahr) Euro zahlen, der durchschnittliche Kaufpreis für sehr guten Wohnwert liegt sogar bei 1,8 Mio. (1,7 Mio./Vorjahr) Euro. Zum Vergleich: Frankfurt-Umland guter Wohnwert 550.000 € (500.000 €/Vorjahr), sehr guter Wohnwert 875.000 € (800.000 €/Vorjahr).

Reihenhäuser (Mittelhaus ohne Garage) mit mittlerem Wohnwert sind in Frankfurt für nunmehr durchschnittlich 480.000 (440.000/Vorjahr) Euro zu erwerben. Deutlich günstiger geht es noch im nahen Frankfurter Umland. Hier kann man ein Reihenmittelhaus in mittlerer Lage für durchschnittlich 360.000 Euro erwerben (340.000/Vorjahr).

Der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in den Städten hat sich verlangsamt, vorwiegend bei Neubauwohnungen ist eine Verteuerung zu verzeichnen.

Bei Eigentumswohnungen (Bestand) in Frankfurt muss der Käufer pro m² 4.500 (4.200/Vorjahr) Euro in guter Wohnlage, in sehr guter Wohnlage sogar 7.000 (6.400/Vorjahr) Euro pro m² im Schnitt zahlen, für eine Eigentumswohnung (Neubau) in Frankfurt liegt der durchschnittliche Kaufpreis pro m² bei 5.500 € (5.000 Euro/Vorjahr) in guter Wohnlage,  Objekte in Toplagen schlagen sich mit bis zu 12.000 € (12.000 Euro/Vorjahr) pro m² nieder.

Die Wohnungsmieten in Frankfurt liegen im mittleren Wohnwert unverändert bei 10,50 (10,50/Vorjahr) Euro/m², bei gutem Wohnwert 13,00 (13,00/Vorjahr) Euro und sind bei sehr gutem Wohnwert leicht gestiegen auf 15,00 (14,00/Vorjahr) Euro/m². Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Neubau-Erstbezug. Für TOP-Lagen muss der Erstbezieher im Durchschnitt bis zu 20,00 (18,00/Vorjahr) Euro/m² ausgeben.