Immobilienverband IVD Mitte

Preisspiegel Hessen 2021/2022

Immobilien – Boom ohne Ende?

Kaufimmobilien

Vor einem Jahr, zu Beginn der Corona-Pandemie, stellte sich die Immobilienbranche in Hessen die Frage: Gehen die Immobilienpreise durch die Corona-Pandemie jetzt wieder nach unten? Die Prognosen lauteten, dass der Markt trotz der Krisensituation dennoch weitestgehend stabil bleibt.

Nach nunmehr einem Jahr im Krisenmodus kann man im Hinblick auf die Preise von Ein-familienhäusern und Eigentumswohnungen feststellen, dass der optimistische Ausblick nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen wurde.

Die Einflüsse auf den Immobilienmarkt haben sich nicht verändert: die Zinsen sind nach wie vor niedrig, die Nachfrage groß und das Angebot knapp. Diese drei Faktoren bestimmen maßgeblich die Immobilienpreise.

Zu Anfang der Krisensituation wurden viele Kaufvorhaben durch die ungewisse wirtschaftliche Entwicklung erst einmal zurückgestellt, da viele Menschen corona-bedingt viel Zeit zu Hause verbracht und zunächst in Sorge über ihre berufliche Zukunft waren. Dies hat sich zwischenzeitlich gelegt, die Nachfrage ist höher als in den Jahren zuvor. Die Unsicherheit auf den Geldmärkten tut ihr übriges und steigert den Wert des „Betongoldes“ noch mehr.

Die Anforderungen an Kaufobjekte haben sich allerdings verändert. Durch das Arbeiten im Homeoffice wird nun nicht mehr nur Wert auf die Lage, sondern auch auf eine schnelle Internetverbindung gelegt.

Wohnungsmieten  

Der IVD Mitte kann hier feststellen, dass sich die Preise auf dem Mietwohnungsmarkt im Jahr 2020 nicht wie bei Kaufimmobilien entwickelt haben.

Die Preise sind weiterhin hoch, in guter bis sehr guter Lage sind mittlerweile allerdings erste, leichte Abschwächungen zu beobachten.

Laut dem Preisspiegel sind die Wohnungsmieten gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen also stabil geblieben. Es gibt allerdings Anzeichen, dass im hochpreisigen Bereich sowie bei der Erstvermietung von Neubauten z.B. im nordhessischen Raum die Suche nach einem passenden Mieter länger dauert und vereinzelt Mietpreise um bis zu 2% gegenüber dem Vorjahr gesunken sind.

Fazit:   

Der IVD Mitte geht davon aus, dass nach überstandener Pandemie die Investitionen in sichere Anlagen wie Immobilien weiterhin auf hohem Niveau bleiben werden und damit letztendlich den Wert des Betongoldes stützen. Sollten die äußeren Faktoren wie niedrige Zinsen, starke Nachfrage und immer noch zu wenig neuer Wohnraum konstant bleiben, kann die Immobilienbranche gelassen auch in das kommende Jahr blicken – der Boom geht weiter!

Stand: 06.05.2021

Detaillierte Preise sowie aktuelle Grafiken zur Preisentwicklung der letzten 10 Jahre können Sie unserem Immobilienpreisspiegel Hessen 2021 entnehmen. Er ist über unsere Servicegesellschaft IVDS GmbH erhältlich. Bei Fragen wenden Sie sich an: ivds@ivd-mitte.de