Immobilienverband IVD Mitte

Forderung nach Senkung der Grunderwerbsteuer

IVD Mitte fordert auch in Hessen und Thüringen eine Senkung der Grunderwerbsteuer

Wie man aktuellen Presseveröffentlichungen entnehmen konnte, gibt es Überlegungen, in Norddeutschland die Grunderwerbsteuer wieder zu senken. Auch für Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gibt es entsprechende Forderungen an die Länder.

Der IVD Mitte hat schon lange vorhergesagt, dass durch die Erhöhung der Grunderwerb- steuer kein neuer, dringend benötigter Wohnraum entsteht. Trotz Warnungen von Experten aller immobilienwirtschaftlichen Verbände hat man dennoch in den letzten Jahren mehrfach die Grundsteuer angehoben. In Hessen galt bis 2012 ein Steuersatz von 3,5%, aktuell sind 6% Grunderwerbsteuer beim Kauf fällig, in Thüringen 6,5%.

Der Vorsitzende des IVD Mitte, Alexander Alter, begrüßt die Überlegungen und ruft auch die hessische Landesregierung auf, die Grunderwerbsteuer wieder auf ein angemessenes Maß zu senken. „Dies ist der beste Weg, um die gestiegenen Nebenkosten beim Immobilien- erwerb zu senken und dadurch schneller neuen Wohnraum zu schaffen“, so Alter.

Die eigenen vier Wände sind auch wieder mehr in den Focus junger Singles im Hinblick auf die Altersabsicherung gerückt. Aber gerade für diese Interessenten und für junge Familien wird es vor allem in den Städten immer schwerer, eine eigene Immobilie finanziell zu stemmen. Die schnell steigenden Preise und höheren Kaufnebenkosten durch die Grunderwerbsteuer erschweren die Investition ins Eigenheim immer mehr.

Schon lange fordern Immobilienexperten, die Grunderwerbsteuer für Privatkäufer zu senken oder Freibeträge einzuführen. Die meisten Länder sind jedoch gegen eine Absenkung der Steuer. Der Grund liegt auf der Hand: Die Grunderwerbsteuer steht dem jeweiligen Bundesland zu und ist eine wichtige unabhängige Steuereinnahme. Offensichtlich ist dies den Ländern wichtiger als neuen Wohnraum zu schaffen. Dabei steht die Grunderwerbsteuer und ihre wiederholte Erhöhung schon lange in der Kritik, weil sie nicht nur die zugehörigen Leistungen verteuert, sondern überdies auch noch die Mobilität behindert. Der Verkauf einer Immobilie rentiert sich oft erst nach vielen Jahren, zudem fällt die Steuer bei jedem Kauf erneut an.

So wird der Anteil junger Menschen, die in den eigenen vier Wänden leben, trotz gestiegenem Haushaltseinkommen weiter schrumpfen. Der Zugang zum Wohneigentum bleibt vielen Interessenten u.a. aufgrund des gestiegenen Kapitalbedarfs zum Kaufzeitpunkt und der hohen Kaufnebenkosten verwehrt. Neuer Wohnraum wird nicht geschaffen.

 

Der Vorstoß einiger Länder zur Senkung der Grunderwerbsteuer wird daher vom IVD Mitte ausdrücklich begrüßt.