Immobilienverband IVD Mitte

Bestellerprinzip für Kaufimmobilien

Aktueller Stand -

Im August 2019 einigte sich der Koalitionsausschuss auf neue gesetzliche Rahmenbedingungen beim Immobilienverkauf. Künftig sollen sich Käufer und Verkäufer die Courtage teilen. Ein „Bestellerprinzip“, wonach nur noch der Verkäufer die Maklerkosten tragen soll, wird es nicht geben.

Die Provisionsteilung wird zum neuen gesetzlichen Leitbild

Im sogenannten Wohnpaket, das der Koalitionsausschuss veröffentlicht hat, ist für den Fall, in dem Verkäufer und Käufer beide Auftraggeber sind, die Teilung der Provision vereinbart worden. Damit bleibt die Doppeltätigkeit grundsätzlich erhalten. Der Kern der Neuregelung besteht darin, dass derjenige, der den Immobilienmakler zuerst beauftragt hat, mindestens so viel zahlen muss wie der andere. Zudem soll es aber auch möglich sein, dass der Kaufinteressent, der einen Suchauftrag erteilt, den Makler alleine bezahlt. Makler, die bisher mit der Innenprovision gearbeitet haben, können das auch weiterhin tun. Die Neuregelung gilt nur bei selbstgenutzten Wohnimmobilien (Einfamilienhaus oder Wohnung), Gewerbeimmobilien sind ausgenommen.

Mit einem Gesetz ist erst 2020 zu rechnen

Die Große Koalition hat sich für die Provisionsteilung ausgesprochen. Nun wird ein Gesetzentwurf vorbereitet, der das parlamentarische Verfahren durchlaufen muss. Dieser Prozess wird sich voraussichtlich bis 2020 hinziehen, sodass davon auszugehen ist, dass frühestens ab Mitte 2020 eine neue Regelung in Kraft treten wird.

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